12.04.19 16:26

ADFC Fahrradklimatest – erwartungsgemäß erneut ein schlechtes Ergebnis für die Stadt Frechen


Von: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Pressemitteilung

Die deutschen RadfahrerInnen konnten im November letzten Jahres erneut die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstädte bewerten. Mehr als 170.000 RadfahrerInnen machten bundesweit mit. Mit ihren Antworten auf 27 Fragen konnten die Teilnehmer beschreiben, wie willkommen sie sich auf den Straßen ihrer Heimatstädte fühlen.
Wie beim Klimatest im Jahr 2014 fiel in Frechen das Ergebnis erneut schlecht aus: In der Kategorie Kommunen bis 100.000 Einwohner in NRW erreichte die Stadt nur den 41. Platz unter den 43 teilnehmenden Kommunen.


Note 5 für die Kontrolle der Falschparker auf den Radwegen
Doch nun zu den Details: Fast alle Teilnehmer monierten die Kontrolle der Falschparker auf den Radwegen. Auch dass in jüngster Zeit zu wenig für den Radverkehr getan werde, befanden viele Teilnehmer. Die Ampelschaltungen für Radfahrer wurden ebenfalls kritisiert.


Note 3 für geöffnete Einbahnstraßen
Aber es gab auch kleinere Lichtblicke: Die für RadfahrerInnen geöffneten Einbahnstraßen sowie die Erreichbarkeit des Stadtzentrums erzielten immerhin die Schulnote 3.
Positiv ist ebenfalls, dass sich 303 FrechenerInnen an der Umfrage beteiligten, ein sehr hoher Wert im Vergleich zu vielen anderen Städten dieser Größenordnung. Das zeigt deutlich, dass das Radfahren für viele FrechenerInnen wichtig ist. 


Grüne: Das Ergebnis ist realistisch
Die Frechener Grünen haben mit einem schlechten Ergebnis gerechnet. Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende und Alltagsradfahrerin: „Die Bürgerinnen und Bürger haben mit ihren Antworten deutlich auf die Schwächen der Frechener Radverkehrspolitik hingewiesen. Jetzt gilt es vor allem, die bereits beschlossenen Verbesserungen umzusetzen. Am besten wäre ein flächendeckender Mischverkehr mit Tempo 30 im gesamten Innenstadtbereich, aber auch kleinere Maßnahmen wie die dauerhafte Öffnung der Fußgängzone für den Radverkehr, die Entfernung von Pollern und Gittern von Geh- und Radverkehrsflächen bei gleichzeitiger Konsequenz beim Verfolgen von Geh- und Radwegparken“
Das Fazit von Frau Erbacher lautet: „Frechen hat Potential für den Radverkehr. Die Stadt benötigt jedoch den politischen Willen, Frechen von einer autogerechten Stadt zu einer Stadt für Rad- und Fußgänger umzugestalten.“
 
Weitere Infos: https://www.fahrradklima-test.de/