04.10.18 01:58

Fußgängerzone testweise für den Radverkehr öffnen


Von: Koalitions CDU/FDP/Bündnis90/Die Grünen

Pressemitteilung

Vor zwei Jahren wurde der Verkehrsentwicklungsplan für Frechen weiterentwickelt und beschlossen. Er enthielt unter anderem die Maßnahme
„die Fußgängerzone nach Ladenschluss für Radfahrende zu öffnen“.
Diese Maßnahme ist ein wichtiges und wirksames Element zur Förderung des Radverkehrs im Rahmen einer Verkehrswende.
Die Frechener Fußgängerzone stellt eine vom Autoverkehr weitgehend ungefährdete und wichtige innerstädtische Verbindung dar. Zahlreiche gastronomische Betriebe können in den Abendstunden mit dem Fahrrad mehr oder weniger direkt sowie bequem erreicht werden.
 
Die drei Koalitionsfraktionen CDU, Grüne und FDP wollen nun die Öffnung der Fußgängerzone in die Tat umsetzen und stellen einen entsprechenden Antrag für den zuständigen Ausschuss für Bauen, Verkehr und Umwelt am 4. Oktober 2018:
Die Fußgängerzone soll für den Radverkehr in der Zeit von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen freigegeben werden - als zeitlich begrenzte Versuchsphase für ein Jahr.
Die Verwaltung wird beauftragt, nach Ablauf der Versuchsphase einen Erfahrungsbericht zu erstellen und dem Ausschuss zur Entscheidung für das weitere Vorgehen vorzulegen.
 
Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen: „Wichtig ist, dass flankierende Maßnahmen ergriffen werden, um mögliche Probleme von vorneherein zu vermeiden. Dazu zählen zunächst die deutliche Beschilderung, dass Schritttempo gefahren und Rücksicht genommen werden muss sowie der verstärkte Einsatz der Ordnungsbehörde zur Kontrolle der angepassten Fahrweise.“
 
„Das gesamte Projekt soll durch eine Öffentlichkeitsarbeit, wie Infoflyer für Radfahrer, begleitet werden. Nach der Versuchsphase wird geprüft, ob die Öffnung erfolgreich war und bestehen bleiben kann“, sagt die Fraktionsvorsitzende der CDU Karla Palussek. Die Koalition ist sich jedoch sicher, dass der Test positiv verlaufen wird.
 
„Aus zahlreichen Städten gibt es gute Erfahrungen, wie beispielsweise in Köln. Dort war die Öffnung einer Fußgängerzone für den Radverkehr weniger problematisch, als die meisten erwartet hatten. Auch für den Straßenbahnverkehr durch die Fußgängerzone, muss das kein größeres Problem darstellen, auch hier gibt es positive Beispiele“, so Susanne Kayser-Dobiey, Fraktionsvorsitzende der FDP.