10.01.18 12:57

Insektenschutz ist mehr als Insektenhotels – Frechen muss handeln!


Von: Fraktion Bündis 90/Die Grünen

Pressemitteilung

Die Frechener Ratsfraktion der Bündnisgrünen hat sich mit dem Thema Insektensterben beschäftigt und sich dabei über den Umfang des Insektensterbens und dessen Gründe informiert. Danach sind die Ausmaße des Insektenrückgangs dramatisch und die Auswirkungen noch gar nicht abzuschätzen. Von daher sehen sich die Grünen darin bestätigt, Stadt und Stadtgesellschaft zum Handeln aufzufordern.

„Ende Dezember haben wir einen Antrag `Insektenschutz – Umweltpädagogische Vermittlung in Frechen´ mit konkreten Maßnahmen zum Insektenschutz für den Umwelt-, den Jugendhilfe- und den Schulausschuss gestellt.“, so Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende der Frechener Grünen.

Dramatischer Rückgang der Masse der Insektenindividuen

„Darin fordern wir die Stadt im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie auf, vermehrt Blühangebote, Nisthabitate und charakteristische Lebensraumstrukturen im öffentlichen Raum zu schaffen. Denn die Lage ist dramatisch. Durch Messungen des Entomologischen Vereins Krefeld wissen wir, dass die Masse der Insektenindividuen im Vergleich zu den 90er Jahren um ca. 80 % zurückgegangen ist.
Die Vergiftung unserer Umwelt etwa mit Neonikotinoiden (Insektengift) ist ebenso dafür verantwortlich wie der fortschreitende Verlust von landwirtschaftlichen Flächen und Stadtbiotopen oder der Anbau von Monokulturen (Mais etc.).“

„Aber auch innerstädtische Strukturen müssen darauf hin überprüft werden, inwieweit sie für unsere Insektenfauna schädlich sind und vorteilhafter gestaltet werden können“, ergänzt Hartmut Roese, grünes Ratsmitglied im Umweltausschuss.
“In Zusammenarbeit mit Umwelt- und Naturschutzverbänden, der Verwaltung und interessierten Bürger*innen möchten wir im nächsten Jahr Schwerpunkte für sinnvolles, innerstädtisches politisches Handeln erarbeiten. Der Erhalt der Biodiversität stellt uns angesichts der erschrecken Daten vor neue Herausforderungen.“