04.03.16 16:10

Grüne setzen auf kommunales Klimaschutzmanagement


Von: Mechthild Vogt-Papenhoff und Anne Wilken

Seit 2008 fördert das Bundesumweltministerium Klimaschutzprojekte in Kommunen. Ziel des kommunalen Klimaschutzes ist vor allem die Reduktion des Treibhausgases CO2. So soll bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 1990 der Ausstoß des Treibhausgases um 40% und bis 2050 um 80-95% reduziert werden. Um dies umzusetzen, werden Klimaschutzmaßnahmen in den Kommunen für und mit den Bürgern umgesetzt. Deutschlandweit sind bereits 7.600 Vorhaben dieser Art gefördert worden.

Die Stadt Hürth hat – wie bundesweit 500 Kommunen auch - zur Erstellung und Durchführung der kommunalen Klimaschutzprojekte einen Klimaschutzmanager eingestellt. Dieser informierte im Rahmen einer Veranstaltung im Schützenhaus über die vielfältigen Möglichkeiten, wie auch in Frechen kommunaler Klimaschutz umgesetzt werden könnte.

Gut fürs Klima und für den städtischen Haushalt

André Katzenberger, der Hürther Klimaschutzmanager, hat durch die Durchführung vielfältiger Maßnahmen in Hürth bereits für hohe CO2-Einsparungen gesorgt. Beispielsweise führt die LED-Umrüstung der Beleuchtung im Hürther Rathaus jährlich zur Einsparungen von 172 t CO2 sowie von ca. 60.000 Euro. Zusätzlich werden solche Maßnahmen noch mit 30% gefördert. Auch durch Nutzerschulungen innerhalb der Verwaltung in Hürth ließ sich der CO2-Ausstoß bereits um 10 bis 15% verringern. Aufgrund dieser erfolgreich durchgeführten Maßnahmen und der vielen weiteren Projekte, über die man sich auf der Homepage der Stadt Hürth informieren kann, wurde Hürth als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune 2015 mit dem European Energy Award ausgezeichnet.

Einstiegsberatung als erster Schritt

Der erste Schritt zum kommunalen Klimaschutz in Frechen besteht in einer Einstiegsberatung, die bereits auf Antrag von Bündnis 90/die Grünen beschlossen wurde. Nach diesem ersten Schritt folgt die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Um dieses Konzept umzusetzen, bedarf es dann eines Klimaschutzmanagers, dem die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und das Fördermittelmanagement sowie die Begleitung, Kontrolle und Auswertung der Klimaschutzmaßnahmen obliegen. Diese Stelle wird für 2-5 Jahre mit 65% vom Bundesumweltministerium gefördert und ist durch zahlreiche Einsparungen, die sie ermöglicht, nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch gewinnbringend. Danach trägt die Stadt die Kosten - so wie in Hürth - wo der Klimaschutzmanager inzwischen dauerhaft angestellt ist.

Nach Meinung der Grünen kann die Stadt Frechen mit der bereits beschlossenen Einstiegsberatung einen großen Schritt beim Klimaschutz voran kommen.