12.07.2019

Lindenstraße – zahlreiche geschädigte Bäume können erhalten bleiben Frechener Grüne begrüßen die beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Bäume

Pressemitteilung

Im Februar hatten die Grünen einen Antrag zum Schutz der Bäume auf der Lindenstraße gestellt. Daraufhin hatte die Verwaltung ein Gutachten eingeholt, in dem neun Linden zwischen Buchenweg und Freiheitsring detailliert untersucht wurden.

Das Gutachten stellt fest, dass die Baumbeete durch die Befahrung und die Nutzung als Parkstreifen extrem verdichtet sind. Versickerung findet kaum statt.
Der Gutachter schlägt im Wesentlichen vor:

•    die Entsiegelung weiterer Gehwegbereiche im Bereich der Baumscheiben,
•    einen vorsichtigen Bodenaustausch mit Saugbagger und Tiefenlockerung der Baumscheiben durch ein Druckluftgerät,
•    die Einsaat von bodenlockernden Pflanzen für mindestens eine Vegetationsperiode sowie das Einsetzen von Regenwürmern in die sanierten Bodenbereiche,
•    die bauliche, dauerhafte Verhinderung der weiteren Befahrung der Baumscheiben durch Pfosten, Bügel oder Ähnliches und den Einbau von punktuellen Tiefenbelüftungen

Die Kosten der Maßnahmen werden auf 2.000 bis 5.000 € je Baum geschätzt.

Zwei der untersuchten neun Bäume wird nach der Umsetzung der vorgeschlagenen Verbesserungen eine noch mittlere Lebenserwartung zugetraut, bei den anderen sieben Bäumen geht der Gutachter sogar von einer hohen Lebenserwartung aus. Die Vitalität der Bäume ließe erwarten, dass sich der Zustand der Bäume nach den Maßnahmen verbessern werde.

Auf der Grundlage des Gutachtens hat nun der Ausschuss für Bauen, Verkehr und Umwelt am 4. Juli beschlossen, die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen.
Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende der Frechener Grünen, freut sich über den Beschluss: „Das Parken auf den Baumscheiben hätte über kurz oder lang zum Absterben der Bäume geführt. Nun bekommen die Linden doch noch eine Chance. Gerade in den Zeiten des Klimawandels hilft der Erhalt jedes einzelnen Baums.“


Fotos: geschädigte Bäume auf der Lindenstraße (Quelle Privat)

27.06.2019

Streitpunkt Pförtnerampel - Der Autoverkehr selbst kann Bestandteil der Lösung sein

Pressemitteilung

Frechener Grüne setzen auf Fahrgemeinschaften

Heftige Diskussionen löst derzeit die geplante Pförtnerampel in Höhe der Park&Ride-Anlage Weiden-West aus. Mit dieser Ampel will die Stadt Köln im Berufsverkehr die Anzahl der Autos von bislang 1.200 auf 700 Fahrzeuge in der Stunde drosseln.
Nach Meinung der Grünen ist diese Reduktion durchaus machbar. Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende der Frechener Grünen, macht dazu folgende Rechnung auf: „Wenn man sich im Berufsverkehr an die Aachener Straße stellt, fällt auf, dass fast alle Autos nur mit einer einzigen Person besetzt sind. Drei bis vier Plätze pro Fahrzeug bleiben unbenutzt. Wenn es gelänge, jedes Auto mir zwei Personen zu besetzen, dann würde sich die Anzahl der Autos von 1.200 auf 600 Fahrzeuge halbieren. Man bräuchte dann keine Pförtnerampel mehr, der tägliche Stau auf der Aachener Straße wäre passé, und die Anwohner könnten aufatmen, weil die NO2-Grenzwerte eingehalten würden. Darüber hinaus wäre es für die Autobesitzer preiswerter, da sich die Mitfahrer an den Fahrkosten beteiligten und in manchen Fällen sogar der Zweitwagen überflüssig würde.“
 
Erbacher weiter: „Durch die Nutzung von Smartphones ist die Suche nach Mitfahrgelegenheiten heute sehr einfach, zuverlässig und sicher. Auch spezielle Wünsche wie „Nichtraucher“ oder „nur Frauen“ können dabei berücksichtigt werden, die Fahrten können dank moderner Technik auch spontan erfolgen und benötigen so gut wie keinen Vorlauf.“
Die Frechener Grünen regen an, dass beispielsweise die Stadt Köln, der Rhein-Erft-Kreis und die Industrie- und Handelskammer gemeinsam eine Plattform zu Vermittlung von Fahrgemeinschaften in Betrieb nehmen bzw. sich einer bereits bestehenden Plattform anschließen.
Auch bei den Arbeitgebern dürfte ein erhebliches Interesse an Fahrgemeinschaften bestehen, nicht zuletzt können sie teure Firmenparkplätze einsparen und drohenden Fahrverboten gelassen entgegensehen.
Die überlastete P&R-Anlage in Weiden-West könnte als Ziel für Fahrgemeinschaften mit eingebunden und ihre Stellplätze so intensiver genutzt werden.
Als flankierende Maßnahme wäre eine Integration des Mitfahrangebotes in die Fahrplanauskunft der KVB oder des VRS sinnvoll, ebenso wie die Bereitstellung von bevorrechtigten Stellplätzen oder Fahrspuren für Fahrgemeinschaften.
 
Erbacher fasst zusammen: „Fahrgemeinschaften haben ein großes Potential. Es sind keine hohen Investitionen und lange Vorlaufzeiten nötig, allerdings eine gute Werbung zur Sensibilisierung der Pendler. Das Angebot muss stimmen. Verbesserungen beim öffentlichen Personennahverkehr und beim Radverkehr sind nach wie vor wichtig und von uns gefordert. Wir benötigen ein möglichst breites Angebot für möglichst viele Mobilitätsalternativen. Nur so bekommen wir eine Verkehrswende hin und das Schadstoff- und Klimaproblem in den Griff.“

Stau auf der Aachener Straße, aber in jedem Auto sitzt nur eine Person. Fotoquelle: privat
Mitfahrgelegenheit per Smartphone „Quelle © 2018 Daimler AG“

11.06.2019

Grüne fordern zusätzliche Buslinien für Pendler aus dem Rhein-Erft-Kreis

Pressemitteilung

Eine Pförtnerampel in Höhe der Park&Ride-Anlage Weiden-West, mit der die Stadt Köln in der Hauptverkehrszeit den Zufluss der Autos auf der Aachener Straße drosseln will, sorgt derzeit für heftige Diskussionen. Sie soll zeitgleich mit neuen Express-Buslinien auf Kölner Stadtgebiet umgesetzt werden.
Mit diesen Maßnahmen will die Stadt Köln vor allem drohende Fahrverbote abwenden – seit Jahren werden auf der Aachener Straße am Einkaufszentrum in Köln-Weiden erhebliche NO2-Grenzwertüberschreitungen gemessen, welche v.a. durch den Auto-Pendlerverkehr aus dem Umland verursacht werden.
Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende der Frechener Grünen, begrüßt die Maßnahmen grundsätzlich. Sie fordert aber zusätzliche Angebote im Rhein-Erft-Kreis: „Endlich wird der Klimaschutz und die Luftreinhaltung ernst genommen und ein Schritt in Richtung Verkehrswende gemacht. Wir hätten wir uns jedoch eine bessere Abstimmung der Stadt Köln mit den Nachbarkommunen im Vorfeld gewünscht. Wir müssen uns jetzt gemeinsam anstrengen, schnellstmöglich bedarfsgerechte Angebote für die betroffenen Pendler im Rhein-Erft-Kreis umzusetzen.“

Umfassende Angebote für Pendler

Dafür beantragen die Grünen im Verkehrsausschuss am 4. Juli ein ganzes Bündel von Maßnahmen und Angeboten für die Autofahrer, die nicht zuletzt auch den durch Stickstoffdioxid belasteten Anwohnern der Aachener Straße in Königsdorf zugute kommen.

Zusätzliche Busse bis zum Kölner Hauptbahnhof

In ihrem Antrag fordern die Grünen die Einrichtung zusätzlicher Umland-Buslinien, die den Korridor Frechen-Königsdorf sowie Bergheim und Kerpen bedienen. Auch eine Weiterfahrt der Busse durch die Kölner Innenstadt bis zum Hauptbahnhof soll geprüft werden. Erbacher: „Bis Anfang der 1990er Jahre fuhren Buslinien des damaligen Erftkreises von Euskirchen, Düren, Jülich, Grevenbroich, Liblar und Bergheim zum zentralen Kölner Omnibusbahnhof am Breslauer Platz.“

Vermittlung von Fahrgemeinschaften…

Die Vermittlung von Fahrgemeinschaften gehört ebenfalls zu dem vorgeschlagenen Maßnahmenpaket. „Die Pendler-PKW sind zumeist nur mit einer Person besetzt - bereits die Mitfahrt einer zweiten Person würde das Stau- und das Emissionsproblem lösen.“

…und die Förderung elektrisch unterstützter Fahrräder

Die Einführung einer Prämie für den Kauf elektrisch unterstützter Fahrräder soll geprüft werden - die Distanz Frechen-Königsdorf – Köln ist nach Meinung der Grünen durchaus für solche Fahrräder geeignet, es gibt bereits heute einen regionalen Radweg von Frechen-Königsdorf nach Köln, welcher mehr oder weniger parallel zur Aachener Straße verläuft.

Bewirtschaftung der P&R-Anlage Weiden-West

„In die gleiche Zielrichtung geht auch unser Ansatz, die P&R-Anlage Weiden-West zu bewirtschaften und bevorzugte Stellplätze für Fahrgemeinschaften einzurichten. Damit wollen wir für Pendler einen Anreiz zur Bildung von Fahrgemeinschaften schaffen.
Wir Grüne sehen auch die Langzeitnutzung, z. B. als Stellplatz für Autos von Flugpassagieren, kritisch. Dadurch werden Berufspendlern die Plätze weggenommen.
Auch eine Taktverdichtung der Frechener Buslinie 965 würde die P&R-Anlage entlasten und Pendler dazu bringen, schon am Heimatort auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen".
 
Erbacher fasst zusammen: „Zur Verlagerung des Pendlerverkehrs weg vom Auto und hin zu den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes müssen die Angebote stimmen. Dafür müssen wir nun auf allen Ebenen deutlich mehr investieren. Nur so bekommen wir das Verkehrs- und das Klimaproblem in den Griff.“
 


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